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Butzen, Mummen, ohnanständiges Mascaraden - Geschichte der Fasnacht

24. Feb. 2019
17:00 - 19:00 Uhr
Dauer: ca. 2h inklusive Halt und Konsumation

Ort:
Baseltor - Aussenseite (Ost)
4500 Solothurn
Preise:
CHF 20.00 pro Person, inkl. Verpflegung
Organisator:
Kulturhistorische Führungen und Tafelfreuden
Kontakt:
Marie-Christine Egger
E-Mail:
info@solothurn-stadtfuehrungen.ch
Anmeldung:
Öffentliche Führung: Anmeldung nur bei Gruppen notwendig.
Website:
http://www.solothurn-stadtfuehrungen.com


Fastnacht wird heute selbstverständlich gefeiert. Aber woher kommt dieser Brauch und welche Bedeutung hat er? Fastnacht ist die Nacht vor der Fastenzeit. Darauf deutet auch der Ausdruck «carne vale», Fleisch, lebe wohl!

Die Reformierten kennen keine Fastenzeit, daher kennen sie auch keine Fasnacht. Fastnacht war Heiratstermin und Zinstag. Es entstanden Schaubräuche: turniermässige Kampfspiele, obrigkeitskritische Fastnachtsspiele und Umzüge. Weiter kannte man die Fastnachtsfeuer, ein Frühlingsfeuer, das vom Volk in die Fasnacht eingebunden wurde. Im späten Mittelalter wurde der Narr zur zentralen Figur. Es entstanden die Fastnachtsspiele. Während eines Fastnachtsspiels im 14. Jh. wurde ein Franziskanermönch verspottet. So alt ist unsere Fastnacht!

Der Fastnachtstermin steht auch im Zusammenhang mit den jährlichen Waffeninspektionen mit anschliessendem Umziehen. Jeder Bürger musste in seiner Zunft zu einer Inspektion seiner Waffen antreten. Man holte die Fahnen aus den Zeughäusern, oder zog mit einem «Süwpanner» durch die Strassen. Melancholie und militärische Disziplin, Fasnacht ist eben beides. Sie wurzelt in Sehnsucht, Lebensfreude und dem Söldnerwesen. Wer den Tod dauernd vor Augen hat und nicht fürchtet, hat Narrenfreiheit. Die Fasnacht ist ein Kulturgut das gefördert werden muss. Es lohnt sich für Fastnächtler und Nichtfastnächtler etwas über die Hintergründe dieses alten Brauchtums von Marie-Christine Egger zu erfahren.

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