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Räuber, Mörder, Richter, Henker - Geschichte der Justiz in Solothurn

23. Juni 2019
17:00 - 19:00 Uhr

Ort:
Baseltor Aussenseite (Ost)
4500 Solothurn
Preise:
CHF 20.00 pro Person (inkl. Verpflegung)
Organisator:
Kulturhistorische Führungen und Tafelfreuden
Kontakt:
Marie-Christine Egger
E-Mail:
info@solothurn-stadtfuehrungen.ch
Anmeldung:
Öffentliche Führung: Anmeldung nur bei Gruppen notwendig
Website:
http://www.solothurn-stadtfuehrungen.com/


Hinrichtungen galten lange als gerechte Strafe für z.T. geringe Verbrechen. Auch Solothurn bekämpfte bis ins 19. Jh. die Kriminalität mit Exekutionen. M.-C. Egger führt an die Orte des Geschehens, zu Gefängnissen und heute friedlichen Treffpunkte.

Als reichsfreie Stadt zeigte Solothurn mit weither sichtbarem und stets bestücktem Galgen, dass hier Recht und Ordnung herrschten. Die Stadt hielt daher auch einen Scharfrichter, dem verschiedene weitere Aufgaben zugewiesen waren. Der Rundgang führt an Orte, wo dazumal der Scharfrichter wirkte.

Wir empfinden die Strafen heute als unmenschlich, doch gehen diese meistens auf vorchristliche Opfer zurück. Eine Strafe muss abschrecken. Daher waren viele Zuschauer erwünscht, eine Hinrichtung diente zur Abschreckung. Mit brutalen Strafen wollte man dem Delinquenten die Möglichkeit geben, einen Teil der Fegefeuerstrafe bereits im Diesseits zu büssen. Todesstrafen wurden zum Volksfest. Auf dem Platz vor der Krone hat der Schultheiss über dem Delinquenten den Stab gebrochen. Auf dem Marktplatz büssten Delinquenten mit Ehrenstrafen. Hier wurde nicht nur gehandelt und gefeilscht. Hier begegnet man sich, um die Neuigkeiten auszutauschen; hier konnte man in Musse den am Pranger am Zeitglockenturm ausgestellten Übeltäter betrachten und sich nach Belieben über ihn lustig machen. Der Lästerstein lag beim Fischbrunnen. Den Lästerstein zu küssen war wie das Stehen am Pranger, die «Drülle» oder das «Reiten des Esels» eine Schandstrafe.

Die TeilnehmerInnen erleben Solothurns Plätze mit Marie-Christine Egger in der Zeit von Damals - sie werden einen völlig neuen Eindruck der beliebten Solothurner Treffpunkte erhalten und unsere heute so friedlichen Solothurner Ecken schätzen lernen.

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