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Umsetzung Tempo 30 im Hubelmattquartier

Umsetzung Tempo 30 im Hubelmattquartier

Der Gemeinderat hat sich im Dezember entgegen dem Antrag der eingesetzten Arbeitsgruppe und der Kommission für Planung und Umwelt für eine grosse zusammenhängende Tempo-30-Zone im Hubelmattquartier entschieden. Gemeinsam mit dem BSU wurden die ursprünglich vorgesehenen Begleitmassnahmen so angepasst, dass es der Buslinie 4 weiterhin möglich bleibt, den engen Fahrplan einzuhalten. Eine Änderung der Linienführung wird somit nicht notwendig.

egs. Anlässlich der Diskussion im Gemeinderat zeigte Fabian Schmid, Direktor BSU, die Auswirkungen und möglichen Konsequenzen des Entscheids für den BSU auf. Er wies unter anderem darauf hin, dass nicht die zulässige Maximalgeschwindigkeit entscheidend ist, sondern die störungsfreie Fahrt. Mit Massnahmen wie der versetzten Parkierung, dem konsequenten Rechtsvortritt oder der Verengungen des Strassenraums würde zwar auf die Autos gezielt, schlussendlich jedoch der Bus stark beeinflusst. Mit zwölf bis achtzehn Metern Länge ist dieser viel weniger wendig und langsamer beim Beschleunigen als ein Auto.
Unter den Gegebenheiten des Gemeinderatsbeschlusses beurteilte der BSU die Änderung der Fahrstrecke als wahrscheinlichste Option, um den Fahrplan trotz Tempo 30 einhalten zu können. Eine mögliche Variante sah vor, dass der Amthausplatz nicht mehr bedient würde. Als Alternative dazu erwähnte Schmid eine busfreundlichere Gestaltung des Strassenraums an neuralgischen Punkten.

Massnahmen für die Busse
Da die heutige Linienführungen der Linie 4 bezüglich Fahrzeit und Erschliessungsdichte als optimalste angesehen werden muss, suchten der BSU und die Stadt Solothurn zusammen mit dem AVT und den beauftragten Fachleuten nach Lösungen, die für den Bus trotz Tempo-30-Zone vertretbar sind. Mit zwei Massnahmen hofft man, die Fahrpläne trotz Tempo-30-Zone auf der St. Niklausstrasse einhalten zu können. Einerseits werden die Längsparkplätze entlang des Herrenwegs wieder ca. 70 cm auf das Trottoir verschoben. Mit dieser Massnahme kann der Bus mit Personenwagen kreuzen und muss nicht wegen entgegenkommender Fahrzeuge warten. Andererseits werden vorgesehene Fahrbahnverengungen an zwei Standorten in der St. Niklausstrasse, einen im Kirchweg und zwei in der Wengisteinstrasse weggelassen. Dank diesen beiden Massnahmen kann Fahrzeit kompensiert werden.

Andere Umsetzungsmassnahmen
Weitere Massnahmen, die mit der Umsetzung von Tempo 30 vorgesehen sind, betreffen vor allem die Fussgängerstreifen und die Eingangssignalisation. So wird der Knoten St. Niklausstrasse / Herrenweg umgestaltet. Neu gilt an diesem Knoten Rechtsvortritt. Ein Fussgängerstreifen wird auf dieser Kreuzung beibehalten, während die anderen aufgehoben werden. Die übrigen Fussgängerstreifen im betroffenen Gebiet werden wegen der Schulen mehrheitlich beibehalten. Bei der nördlichen Bushaltestelle beim Alterszentrum Wengistein wird ein zusätzlicher Fussgängerstreifen markiert. Die Eingangsbereiche in die Tempo-30-Zone werden mit den gleichen Signalisationen markiert wie die bereits realisierten Tempo-30-Zonen. Die anfangs ebenfalls diskutierten Berlinerkissen anstelle der Fahrbahnverengungen werden nicht gebaut. Sollte sich aber zeigen, dass die Massnahmen für die Einhaltung von Tempo 30 nicht ausreichen, müssten zusätzliche Bauten zur Verlangsamung des Verkehrs wie beispielsweise Berlinerkissen geprüft werden. Die öffentliche Auflage erfolgt Anfang September, dabei wird zusätzlich zum Auflageplan 1:1000 auch das Detailgutachten von Sigmaplan öffentlich aufgelegt.


Weitere Informationen:

Bernard Künzli, Leiter Betrieb BSU
Telefon 032 624 13 92
bernard.kuenzli@bsu.ch


Andrea Lenggenhager, Leiterin Stadtbauamt
Telefon 032 626 92 92
andrea.lenggenhager@solothurn.ch

Dokument 2014_09_01_MM_Tempo_30.pdf (pdf, 49.8 kB)


Datum der Neuigkeit 1. Sept. 2014