Willkommen auf der Website der Gemeinde Solothurn



Sprungnavigation

Von hier aus k?nnen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen
 
Top Aktuelles

Umbau Stadttheater - Kredit eingehalten

Umbau Stadttheater:
Kredit eingehalten, erheblich geringere Nettobelastung dank zusätzlichen Beiträgen

Das Stadttheater konnte nach den umfassenden Sanierungsarbeiten Ende November 2014 termingerecht dem Theater Orchester Biel Solothurn (TOBS) übergeben werden. Im Januar 2015 erfolgte mit der Premiere des Stücks King Arthur die offizielle Eröffnung des neuen „ältesten Barocktheaters der Schweiz“. Die Gemeinderatskommission nahm erfreut zur Kenntnis, dass nicht nur der Termin sondern auch der Baukredit eingehalten werden konnte. Trotz erheblichen Mehraufwendungen und Mehrleistungen konnte der Kredit von 19,94 Mio. Franken um Fr. 72‘660.81 unterschritten werden.

egs. Im März 2012 genehmigten die Solothurnerinnen und Solothurner den Kredit für die Sanierung des Stadttheaters in Höhe von 19.85 Mio. Franken. Unter Berücksichtigung des Nachtragskredits für das Projektcontrolling in Höhe von Fr. 90‘000.- belief sich der Bruttokredit auf 19,94 Mio. Franken. Durch die zugesicherten Beiträge des Lotteriefonds (5 Mio.) und der Mathys-Stiftung (0,5 Mio.) wurde mit einer Nettobelastung für die Stadt von 14,44 Mio. Franken gerechnet. Durch zusätzliche Beiträge der Denkmalpflege, des Gebäudeprogramms und durch die Kreditunterschreitung fällt die Nettobelastung für die Stadt mit 13,845 Mio. Franken um Fr. 595‘000.00 tiefer aus als ursprünglich angenommen.

Saalneugestaltung
Die Kantonale Denkmalpflege stufte die Substanz des Theatersaals ursprünglich als nicht erhaltenswert ein. Daher war geplant, dass der ganze Theatersaal inkl. Zuschauerränge rückgebaut wird. Für den Neuaufbau war eine stützenfreie Stahlkonstruktion vorgesehen. Im Sommer 2012 führte die kantonale Denkmalpflege vertiefte Voruntersuchungen im Saal durch. Dabei entdeckten sie bei den Brüstungsbrettern der Zuschauerränge historisch wertvolle Malereien aus den Jahren 1778/79. Zudem stellten die Archäologen fest, dass die Holzkonstruktion der Zuschauerränge und die Geometrie des Saales aus dem 18. Jahrhundert stammen. Für die Stadt und den Kanton war klar, dass diese Malereien erhalten und gezeigt werden sollen und das Stadttheater unter Schutz zu stellen ist. Am 26. März 2013 stimmte der Gemeinderat der Unterschutzstellung zu.
Der Theatersaal wurde komplett neu geplant. Die bestehende Holztragstruktur der Zuschauerränge inkl. deren Stahlstützen wurde erhalten und die Brüstungsbretter mit den historischen Malereien aufwendig restauriert. Es entstand ein einzigartiger Theatersaal mit schweizweiter Ausstrahlung. Auf Antrag der Theaterleitung wurde das Stadttheater Solothurn nach eingehender Prüfung bei Perspectiv, einem Zusammenschluss der schönsten Barocktheater Europas, aufgenommen.
Die Mehrkosten für die Saalneugestaltung mit der Restaurierung der Brüstungsmalereien betrugen insgesamt Fr. 740‘973.70.

Bauliche Mehraufwendungen und Mehrleistungen
Die Bausubstanz war allgemein in einem schlechteren Zustand als angenommen. Dadurch mussten im Bereich Administrationsgebäude und Haus Krieg mehr Bausubstanz rück- und wieder neu aufgebaut werden. Auch die Massnahmen für die Einhaltung aller Brandschutzvorgaben erwiesen sich erheblich aufwendiger als angenommen. Die Kosten für diese baulichen Mehraufwendungen betrugen insgesamt rund 1,2 Mio. Franken.
Bei der ursprünglichen Bühnentechnikplanung wurde aus Kostengründen und in Absprache mit der damaligen Theaterleitung bewusst auf die Neuanschaffung von Scheinwerfern verzichtet. Auf Antrag der Direktion von TOBS beschloss der Lenkungsausschuss im August 2014, dass ein Teil der alten Scheinwerfer durch Moving Light zu ersetzen sind. Aus energetischen Überlegungen und aus Kostengründen wurde beim ursprünglichen Bauprojekt auf eine Kühlung des Theatersaals bewusst verzichtet. Die Lüftungsanlage und Steuerung wurden aber so geplant, dass eine Saalkühlung jederzeit installiert werden kann. Auf Antrag des Stadtbauamts und der Direktion von TOBS beschloss der Lenkungsausschuss im August 2015, nachträglich eine Kühlung der Saalluft zu installieren. Die Kosten für diese, vom Lenkungsausschuss genehmigten Zusatzleitungen betrugen insgesamt Fr. 290‘530.35.

Kostenübersicht
Die Kosten für die Saalneugestaltung, die baulichen Mehraufwendungen und die Mehrleistungen von insgesamt rund 2,23 Mio. Franken konnten durch die Reserveposition für Unvorhergesehenes (Fr. 1‘219‘000.00), die Bauherrenreserve (Fr. 656‘000.00) sowie durch günstigere Vergaben aufgefangen werden. Durch die Unterschutzstellung des Theatersaals wurde von der Denkmalpflege ein Beitrag von rund Fr. 491‘000.00 zugesichert. Dadurch und durch die Beiträge des Gebäudeprogramms und der Kreditunterschreitung beträgt die Nettobelastung für die Stadt neu rund 13,845 Mio. Franken statt 14,44 Mio. Franken.
Das Stadtbauamt dankt allen beteiligten Firmen und Mitarbeitenden für die gute Arbeit, die es ermöglichte, die terminlichen Vorgaben und den Kreditrahmen einzuhalten.


Weitere Informationen:

Andrea Lenggenhager, Leiterin Stadtbauamt
Telefon 032 626 92 97
andrea.lenggenhager@solothurn.ch

Dokument 2016_04_11_MM_Kreditabrechnung_Theater.pdf (pdf, 160.9 kB)


Datum der Neuigkeit 11. Apr. 2016