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200. Todestag von Tadeusz Kosciszko_Solothurner Delegation in Krakau

Solothurner Delegation an den Kosciuszko-Feierlichkeiten in Krakau

Zu Ehren des zweihundertsten Todestages des polnischen Freiheitskämpfers Tadeusz Kosciuszko fanden in dessen Geburtsstadt Krakau umfangreiche Feierlichkeiten statt. Da Kosciusko einerseits in Solothurn verstarb und anderseits sein hiesiger Aufenthalt der Grund für die Städtepartnerschaft ist, besuchte eine Delegation, bestehend aus dem Stadtpräsidenten sowie Mitgliedern des Gemeinderats und der Verwaltung, die Partnerstadt. Dort wurde sie von Stadtpräsident Jacek Majchrowski und von Parlamentspräsident Boguslaw Kosmider empfangen.

egs. Auf Einladung des Stadtpräsidiums von Krakau begleitete eine Delegation den Solothurner Stadtpräsidenten Kurt Fluri zu den Veranstaltungen rund um den Todestag von Tadeusz Kosciuszko. Neben den offiziellen Besuchen bei den politischen Vertretern Krakaus standen die zweitägige internationale Konferenz zum Thema „Integration around Kosciuszko“ und eine feierliche Messe in der Wawel-Kathedrale im Zentrum des Besuchs.

Konferenz zur Bedeutung Kosciuszkos
Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Vereinigungen, die sich einerseits mit dem Leben von und anderseits vor allem mit dem Gedenken an Kosciuszko befassen, tauschten an einer Konferenz ihre Gedanken aus und beleuchteten Aspekte, die primär mit dem Wirken Kosciuszkos in ihren jeweiligen Herkunftsländern zusammenhängen. So standen im Referat von Stadtpräsident Kurt Fluri primär die beiden letzten Lebensjahre im Zentrum, die Kosciuszko an der Gurzelngasse im Haus der Familie Zeltner verbrachte. Er ging aber auch auf aktuelle Bezüge in einer Welt ein, in welcher der Drang nach persönlicher Unabhängigkeit und persönlicher Entfaltung meist mehr im Vordergrund stehe, als sich um die Rechte und Entfaltung der Mitmenschen zu kümmern. So meinte er in Anlehnung an seinen Amtsvorgänger und grossen Polenkenner Dr. Urs Scheidegger, dass, weil der Einsatz für Freiheit, Recht und Gerechtigkeit auch in unserer heutigen Welt noch sehr aktuell sei, es Kosciuszko nach wie vor verdiene, dass man seiner gedenke.
Weitere Referentinnen und Referenten aus Australien, Frankreich, Russland, Weissrussland, Brasilien, Irland, den USA, Polen und der Schweiz (Jean-André Konopka und Radoslaw Pawlowski vom Polenmuseum in Rapperswil) beleuchteten jeweils zeitgeschichtliche Aspekte oder persönliche Ansichten zu Kosciuszko und seinem Leben oder erläuterten, wie heute in ihren Ländern sein Erbe verwaltet wird.

Heilige Messe auf dem Wawel
Am Sonntagmorgen nahm die Solothurner Delegation an der von Erzbischof Marek Jedraszewski zelebrierten Messe zu Ehren von Tadeusz Kosciuszko teil, allerdings ohne den Stadtpräsidenten, der in Solothurn an den Feierlichkeiten teilnahm und deshalb bereits am Samstag zurückkehrte. Wie der polnische Staatspräsident Andrezej Duda und die anderen anwesenden Delegationen legte auch die Vertretung Solothurns im Anschluss an die Messe Blumen beim Grab von Kosciuszko in der Krypta der Kirche nieder.
Abgerundet wurden die Feierlichkeiten mit einer eher volkstümlichen Aktion auf dem Marktplatz: Alle anwesenden Personen wurden mit einer Kosciuszko-Mütze ausgestattet und von einer grossen Feuerwehrleiter herab fotografiert. Anschliessend folgte ein gemeinsames Singen, wobei der Beitrag der Solothurner mangels Sprachkenntnissen eher etwas bescheiden ausfiel…

Geschichte Krakaus
Die Delegation bestand neben Stadtpräsident Kurt Fluri aus Mitgliedern des Gemeinderates (Heinz Flück mit Barbara Flück Wyss, Laura Gantenbein, Markus Jäggi, Marco Lupi, Anna Rüefli mit Patrik Louis, Charlie Schmid) sowie einer Vertretung der Stadtverwaltung (Hansjörg Boll, Thomas Briner, Irène Schori, Christoph Vögele und Erich Weber). Sie besuchte neben den beiden offiziellen Treffen mit den Stadtbehörden verschiedene weitere Anlässe im Rahmen dieser Feierlichkeiten. Im Weiteren stand der Besuch des im Jahre 2010 eröffneten Schindler-Museums auf dem Programm, das die Zeit der deutschen Besatzung Krakaus von 1939 bis 1945 beleuchtet. Ein besonderer Schwerpunkt in diesem Museum beinhaltet das Schicksal der Juden im Krakauer Ghetto und im Zwangsarbeitslager Plaszow.


Weitere Informationen:

Hansjörg Boll, Stadtschreiber
Telefon 032 626 92 03
hansjoerg.boll@solothurn.ch
Stadtpräsident Kurt Fluri spricht an der Konferenz zu Kosciuszko
Stadtpräsident Kurt Fluri spricht an der Konferenz zu Kosciuszko

Dokument 2017_10_16_MM_Solothurner_Delegation_in_Krakau_Kosciuszko_Feierlichkeiten.pdf (pdf, 158.8 kB)


Datum der Neuigkeit 16. Okt. 2017