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Einwohnergemeinde Solothurn

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Der Weg zur freien Reichsstadt

1218

Solothurn fällt nach dem abrupten Ende der Zähringerzeit 1218 theoretisch an das Deutsche Reich zurück und wurde freie Reichsstadt. Diese Reichsfreiheit bedeutete noch keine wirkliche Freiheit, sondern besagte nur, dass die Stadt keinem anderen Herrn unterstellt war, als eben dem Deutschen Reich. Die Loslösung von den Anforderungen des Reiches wurde in mehreren Schritten erkämpft.

Zunächst wandte sich die Stadt jedoch gegen ihren schwächsten Gegner, das St.-Ursen-Stift. Dieses musste um 1250 alle seine Rechte über die Stadtbürger, wie auch sein Zoll- und Münzrecht aufgeben. Zu einer Art Symbol dieser Lösung der Bürgerschaft vom Stift wurde 1280 die Gründung des Franziskanerklosters, das jahrhundertelang die besondere Gunst der Bürgerschaft genoss.

Der nächste Schritt war die freie Wahl des Schultheissen. Den endgültigen Erfolg erreichte die Stadt 1325, indem der vom Kaiser eingesetzte Graf Hugo von Buchegg das Schultheissenamt nach seinem Tod der Stadt zur Besetzung übertrug, was beim Eintreten des Todes 1344 von Kaiser Ludwig dem Bayer bestätigt wurde.

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Gedruckt am 16.06.2019 17:42:55