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Das Schleifen der Solothurner Schanzen

1835 - 1905

Die unsicheren Zeiten des 17. Jahrhunderts bewogen die Räte, ihre Stadtbefestigung zu verbessern. Solothurn berief den Tessiner Francesco Polatta als Schanzmeister. Am 15. Juli 1667 war Baubeginn und nach 17 Jahren war die linksufrige Stadt neu befestigt. Für den Bau der Vorstadtschanzen wurde der Festungsbauer Jacques de Tarade nach Solothurn geholt. 1693 waren diese ebenfalls zur Hauptsache fertiggestellt. Aufgrund der in einem Gutachten des Meisters des Befestigungsbaus, Vauban, festgestellten Mängel, wurde noch bis 1727 an den Schanzen weitergebaut.

Über 100 Jahre erfreute das Erscheinungsbild der Schanzen die Fremden. Eine Feuerprobe hatten sie nie zu bestehen. Weil die Landbevölkerung in den Schanzen ein Symbol der Unterdrückung sahen, wurden auf Weisung des Grossen Rates zwischen 1835 und 1905 verschiedene Schanzen, Türme und Tore einer zukunftsgläubigen Entwicklung geopfert. Die St. Ursenbastion mit dem Riedholzturm sowie die Krummturmschanze mit dem gleichnamigen Turm blieben als wertvolle Elemente des ursprünglichen Schanzengürtels erhalten. Trotzdem verpasste es Solothurn in dieser Zeit, ein Stadtbild zu erhalten, das heute in Europa einzigartig wäre.

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